Z0084 Rinzai über wahre Einsicht und Vertrauen

Teisho vom August 1999

Christoph Rei Ho Hatlapa spricht hier über die Kraft von Einsicht und Vertrauen durch die Übung. 

Durch Vorstellungskraft können sich unsere natürlichen Bedürfnisse ins Monströse entwickeln: Wenn uns etwas gefällt, wollen wir mehr davon und es muss genau so sein, wie wir es haben wollen. Das natürlich Bedürfnis etwas zu essen oder Sex zu haben, kann sich dann in unheilsame Begierde verwandeln. Begierde ist eines der sogenannten „5 Hindernisse“. 

In den Hindernissen aber wurzeln unsere „5 Fähigkeiten“, die sich durch Übung in Kräfte verwandeln können:  Vertrauen, Tatkraft, Achtsamkeit, Sammlung und tiefe Einsicht (Weisheit). 

Rinzai spricht in diesem Text über die erste und letzte Fähigkeit: Vertrauen und Einsicht – und vor allem über Selbstvertrauen. 

„Wenn es euch an Selbstvertrauen mangelt, dann taumelt ihr herum, folgt den verschiedenen Umständen und werdet von den 10.000 Dingen hin-und hergeworfen, ohne Freiheit zu erlangen. 

Wenn ihr die Gedanken eures ununterbrochen herumsuchenden Geistes beenden könnt, dann seid ihr nicht verschieden von den Patriarchen und Buddhas.“

Z0083 Das 9. und 10. Silas – Mich nicht von Gefühlen der Wut mitreißen lassen. Nicht die drei Kostbarkeiten, Buddha, Dharma, Sangha, lästern

Herbstsesshin 2018 – 30.9.2018
Christoph Rei Ho Hatlapa spricht in den Vorträgen des Herbstsesshin 2018 über die weiterführenden Silas (Gelöbnisse) 6 bis 10

In der Tradition des Zen kennen wir Meister, die dramatische Ausdrucksmittel verwendeten, sich dabei aber gleichwohl eben nicht von Wut und Ärger mitreißen ließen.
Für uns geht es darum, die Anlässe zu nutzen, um sich der eigenen Gedanken klar zu werden und dann wieder mit dem lebendigen Geschehen und mit den eigenen Bedürfnissen in Kontakt zu kommen. Indem sich uns die Auslöser von Wut und Ärger, die eigenen Gedanken, zu erkennen geben, können wir unsere dahinter stehenden Bedürfnisse erkennen und wieder Verantwortung für unseren Ausdruck und unser Handeln übernehmen.
Zu Sila Nr. 10: Nicht die drei Kostbarkeiten, Buddha, Dharma, Sangha, lästern.
Zunächst einmal geht es hier darum, selber mit den drei Kostbarkeiten achtsam unzugehen, indem wir erst einmal unser eigenes Potential zum Erwachen ehren. Und uns dann vor dem Inbegriff der Gesetze des Großen Lebens, also dem Dharma, verbeugen. Zu diesen Gesetzen gehört auch die Bereitschaft, Fehler zu machen, da ohne diese Bereitschaft gar keine Entwicklung möglich wäre.
Auf diesem Weg trägt uns die Sangha, die Gemeinschaft der Übenden, und ermöglicht uns, wirklich tief in die Übung hineinzukommen.
Wenn die alten Zenmeister deutlich werden, dann weisen sie darauf hin, dass wir von Konzepten gehemmt werden. Sie weisen uns damit auch immer wieder darauf hin, die Überlieferung an unserer eigenen Erfahrung zu überprüfen.

Z0082 Das 8. Sila – Den Überfluss des Dharma nicht eigenmächtig zurückhalten

Herbstsesshin 2018 – 29.9.2018
Christoph Rei Ho Hatlapa spricht in den Vorträgen des Herbstsesshin 2018 über die weiterführenden Silas (Gelöbnisse) 6 bis 10

Es geht hier darum, sich in den Fluss des Lebens hinein zu bewegen. Unsere Großzügigkeit kann sich auch schon in der Übung einer mitfühlenden und freundlichen Sprache zeigen.
Die Übung besteht darin, die in der Kindheit angenommene Vorstellung einer uns gegenüber- und entgegenstehenden Welt allmählich wieder zu lösen. Dann können wir aus der Welt des Mangels und aus der Opferhaltung in die Welt der Fülle und der Wunder hineinwachsen.

Z0081 Das 7. Sila – Mich selbst nicht durch die Verunglimpfung anderer loben.

Herbstsesshin 2018 – 28.9.2018
Christoph Rei Ho Hatlapa spricht in den Vorträgen des Herbstsesshin 2018 über die weiterführenden Silas (Gelöbnisse) 6 bis 10

Das Thema dieses Silas – oder Übungshinweises – ist unsere Neigung, uns selbst ins rechte Licht zu rücken, indem wir andere subtil abwerten. Diese Neigung, auch innerhalb der Sangha, andere zu verunglimpfen und die eigene Position dadurch hervorzuheben, wurde auch schon vom Buddha selbst thematisiert.

Z0080 Das 6. Sila – Nicht über die Fehler anderer reden

Herbstsesshin 2018 – 27.9.2018
Christoph Rei Ho Hatlapa spricht in den Vorträgen des Herbstsesshin 2018 über die weiterführenden Silas (Gelöbnisse) 6 bis 10

In den Silas wird die buddhistische Ethik formuliert. Anhand dieser ethischen Orientierungspunkten können wir unseren eigenen Entwicklungsprozess überprüfen.
Als Mitglieder der Gemeinschaft formen wir das Gruppenwesen der Sangha. Wenn wir den Impuls zu Urteilen und Kritik Anderer in uns bemerken, können wir erst einmal uns selber Einfühlung geben und die eigenen Bedürfnisse klären. Dann kann sich ‘virya’, Tatkraft, entwickeln und wir können für unsere Intentionen eintreten. Und dann können wir aus Fehlern anderer – statt sie zu kritisieren – effektiv lernen. Und die Bereitschaft, Fehler zu machen, erkennen wir dann, wie es auch schon in den indianischen Traditionen heißt, als Voraussetzung für unsere Entwicklung.

Z0079 Die 5 Stände des Tozan – 5. Stand

Rei Ho Christoph Hatlapa Roshi

Rohatsu 2018 – Die 5 Stände des Tozan – 5. Stand – KEN CHU TO

In diesem Aspekt des erwachten Lebens geht es um die Integration.
Es geht hier um das Leben innerhalb der Welt der Differenz, in voller Geistesgegenwart und gleichzeitig in Verbindung mit dem größeren Ganzen, d.h. mit ganzem Mitgefühl. In einer harmonischen Verbindung von ‘hen’ und ‘sho’, von phänomenaler Welt und Absolutem, leben wir dann in einem Zustand von Güte und Gleichmut.

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Z0078 Die 5 Stände des Tozan – 4. Stand

Rei Ho Christoph Hatlapa Roshi

Rohatsu 2018 – Die 5 Stände des Tozan – 4. Stand – KEN CHU SHI

Im vierten Stand von Tozans fünf Ständen geht es um das Thema des souveränen Umgangs mit dieser Welt der Differenz aus der Erfahrung des Absoluten und der Einheit heraus. Hier geht es um die volle Geistesgegenwart und das Meistern der Umstände. Dabei geht es auch um ein sinnvolles Anwenden von Mitgefühl von Weisheit, ganz konkret im partnerschaftlichen wertschätzenden Umgang mit der Welt.

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Z0077 Die 5 Stände des Tozan – 3. Stand

Rei Ho Christoph Hatlapa Roshi

Rohatsu 2018 – Die 5 Stände des Tozan – 3. Stand – SHO CHU RAI

In diesem Aspekt des erwachten Lebens wird die Beziehung des Handelnden – des Übenden – zum Wirklichen/Absoluten zum Ausgangspunkt gemacht.
Unter dem Gesichtspunkt der Go-I spielt das Absolute, die Wirklichkeit der Einheit und Verbindung die Hauptrolle – auch und gerade in diesem “diesseitigen” Leben.

Um diesen Kontakt aber auch im alltäglichen Leben zu halten, üben wir. Dieser Kontakt kann aber nur über die eigene und ganz persönliche Erfahrung vermittelt werden, irgendwelche objektivistischen Kriterien greifen hier nicht. Eine Möglichkeit diesen Aspekt zu manifestieren, besteht darin, die Sprache des Erwachens anzuwenden. Es geht dann darum, die Wirklichkeit von ‘sho’, dem Absoluten, zu sehen und daraus kommend, positiv zu handeln.Wir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/
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Z0076 Die 5 Stände des Tozan – 2. Stand

Rohatsu 2018 – Die 5 Stände des Tozan – 2. Stand – HEN CHU SHO

Im zweiten Stand, “Das Aufrechte in der Neige” wird das thematisiert, was vom Absoluten, von ‘sho’, in uns hineinragt, und mit dem wir dann in Resonanz kommen.
Es geht dabei darum, das So-Sein anschauen zu können, ohne es persönlich nehmen zu müssen. Die Leerheits-Erfahrung wird in die Welt der Gegenstände mitgenommen. Obwohl wir die Handelnden sind, halten wir uns dann nicht mit einer Identifikation auf. Im zweiten Stand der Go-I ist ‘sho’, das Absolute, hintergründig anwesend und wirksam, während sich vordergründig die Erscheinungen zeigen.

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Z0075 Die 5 Stände des Tozan – 1. Stand

Rohatsu 2018 – Die 5 Stände des Tozan – 1. Stand – SHO CHU HEN

Im ersten Stand, “Im Aufrechten die Neige” (Sh. Hisamatsu), zeigt sich die Wesensgleichheit aller Erscheinungen. Das geschieht zunächst in der Versenkung, im absoluten Samadhi. Hier KANN sich unser Bewusstsein transformieren indem wir der Wesensgleichheit aller Wesen gewahr werden.
Wir bewegen uns dann, ohne konkrete Absicht, in einem Resonanzraum mit dem größeren Ganzen. In der Erfahrung von ‘sho’, dem Absoluten, können wir dann nicht mehr die äußeren Phänomene als von uns getrennt betrachten.

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