Anhand von Koan Nr. 14 aus dem Mumonkon spricht Christoph Rei Ho Hatlapa über die auf dem Zen-Weg geübte Offenheit für das Absichtslose.
Wir können unsere Intentionen verfolgen, erläutert er, ohne an unseren Konzepten zu hängen, wenn wir mit den Umständen, mit dem “Feld”, in Resonanz gehen. Dann sind wir, statt in der Welt der Konzepte, in der Welt des Vertrauens. Im Beispiel des Koans fordert Nansen die Mönche heraus in ihrem Streit um eine Katze kreativ zu werden und einen entscheidenden lösenden Aspekt zu benennen. Auch die Mediatoren, die 1980 das sogenannte Harvard Konzept entwickelten (“Getting to Yes -Negotiating an agreement without giving in”) wollten wegkommen vom Feilschen um Positionen und von Lösungsansätzen, die nur einen Sieger vorsehen oder das Vorhandene hälftig aufteilen möchten.
Nansen will seine Mönche dahin bringen, ihren Streit und die Situation vom Eigentlichen her selber lösen zu können.
Wenn wir uns in einem Streit festgefahren haben kommt häufig noch die Scham dazu, überhaupt einem Konflikt zu unterliegen. Liv Larsson (“Wut, Schuld & Scham”) spricht von den Vermeidungsreaktionen bei Scham: Rückzug, Rebellion, Selbstangriff sowie Schuldgefühle und Ärger. Die Scham blockiert dann unsere Phantasie und unser Handeln und wir sind nicht mehr mit unserem Potential – der “Buddhanatur” – verbunden.

Wir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/
Herzlichen Dank

In diesem Vortrag spricht Christoph Rei Ho Hatlapa darüber, wie wir mit Herausforderungen und Grenzen umgehen können. Das Koan stammt aus dem Shumon Kattoshu, Fall Nr. 122 (Westerbarkey Übersetzung: Fall 114): Als der Buddha geboren wurde.

Der Raum den wir im Sesshin schaffen, erlaubt uns, die Verbindung von Herz zu Herz zu spüren. Grenzerfahrungen geben uns die Möglichkeit unsere gewohnten Konzepte und Bewertungen in Frage zu stellen. Die Aufforderung zur Selbstdisziplin trifft dabei auf Möglichkeiten, den Raum der inneren Entscheidungsfreiheit zu öffnen. Gleichzeitig wenden wir den Blick nach innen und betreiben Selbstfürsorge. Und wir können, was das Mitgefühl angeht, ein Sowohl-als-auch entwickeln, indem wir gleichzeitig spüren, was wir brauchen und aber auch wahrnehmen, was die Menschen um uns herum brauchen.

Wir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/
Herzlichen Dank

Mit dem Ausgangspunkt von Kattoshu, Fall Nr. 255, und anhand eines aktuellen Vorfalls, spricht Christoph Rei Ho Hatlapa über den Umgang mit Ärger.
“Was ist der Weg?”, wurde Meister Jimyo (Sekiso Soen, 986-1039) gefragt. “Obwohl auf ihm herumgetrampelt wird, macht er keinen Ärger”, erwiderte Jimyo.
Das Ideogramm für den Weg, ’Dao’, auf das sich hier bezogen wird, wurde während der Einführung des Buddhismus in China benutzt, um den Begriff ’Dharma’ zu übertragen.
Über den Fall, dass wir in Ärger geraten, sagt Christoph Rei Ho Hatlapa: Im Zustand des Ärgers sind wir zunächst in gewisser Weise von unserer Buddhanatur abgeschnitten. In diesem Zustand kann es uns aber möglich sein, aus der Opferrolle heraus zu treten und damit Herr der Umstände zu bleiben. Wir können uns dann klar machen, welche eigenen Gedanken ausgelöst wurden, die den Ärger zur Folge haben und anschließend für unsere Bedürfnisse eintreten. Es geht dann schließlich darum, den Ärger in Tatkraft umzuwandeln.

Wir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/
Herzlichen Dank

Anhand des Koans aus dem Hekiganroku, Fall Nr. 91, spricht Christoph Rei Ho Hatlapa über den angestrebten Zustand auf dem Weg des Zen.

Der Stier, manchmal auch der “Eiserner Stier” oder das Nashorn steht in der chinesischen Tradition oft als Sinnbild für das verwirklichte Selbst, das mit dem Buddha-Dharma in Einklang lebt. Die Kraft des Stiers oder des Wasserbüffels wird auch als Bild der Vitalität und Entschlossenheit verstanden, beides Eigenschaften, die wichtige Voraussetzungen darstellen um im Zen Fortschritte zu machen.
Dabei geht es nicht um Ideen von “Vollkommenheit” oder dergleichen, sondern darum, echt im Sinne von authentisch mit sich selber zu werden – ganz unabhängig davon ob die Echtheit dann auch irgendwelchen Schönheits- oder anderen Idealen entspricht. Das Programm ist: Echtheit vor Schönheit. Und die Erfahrung der Wesensgleichheit stellt nicht den Endpunkt, sondern einen Ausgangspunkt der Übung dar. Die weitere Übung besteht dann darin, die eigene Erkenntnis im Alltag unterzubringen.
Und irgendwann verliert sich dann der “Geschmack” an den eigenen Einsichten und der allzumenschliche Stolz und die anderen Eigenheiten verschwinden vor dem Bewusstsein, wie ungeheuerlich groß und wunderbar die uns umgebende Welt, die uns unser Dasein schenkt, tatsächlich ist. Und wie verschwindend im Vergleich dazu der Anteil ist, den wir selber zu leisten imstande sind. Erwachtsein und Leerheit/Verbundenheit zeigt sich dann als unsere ursprüngliche Natur; eine Natur, der nichts Besonderes zukommt, die einfach nur ihr eigenes Wesen darstellt. Und wenn wir damit in Kontakt sind, dann können wir auch bei zerbrochenem Fächer noch das Nashorn vorzeigen.

Wir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/
Herzlichen Dank

Christoph Rei Ho Hatlapa erzählt von seinen Begegnungen und Gesprächen mit Oi Saidan Roshi (1915-2018) Oi Saidan studierte Zen unter Ienaga Ichidō vom Tōfuku-ji und war 15 Jahre lang Abt des Manju-ji Sodo (Trainigstempel für Mönchsnovizen) in Oitakan, dem Hauptkloster des Tofuku-ji Zweigs. Er studierte Philosophie an der Universität Kyoto unter Professor Hisamatsu, einem der Nachfolger von Nishida, dem Gründer der philosophischen Schule von Kyoto. Später hielt Oi Saidan eine Professur für Philosophie an der Universität Kobe. Einen der Vorträge von Oi Saidan (Die Unschärfetheorie des Zen) trägt Christoph Hatlapa hier auszugsweise vor und berichtet von damit verbundenen Erlebnissen.

Wir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/
Herzlichen Dank

Die Frage, wie wir mit schwierigen Umständen und mit Kritik umgehen, wurde immer wieder Thema unter den Zen-Praktizierenden. Auch vom japanischen Erneuerer des Zen, Hakuin Ekaku (1685-1798), wird erzählt, dass er einmal fälschlich für Fehlverhaltens angeklagt wurde und wie er darauf reagierte.
Ausgehend von dieser Legende erzählt Christoph Rei Ho Hatlapa vom Umgang mit Anfeindungen und zitiert aus den Bodhidharma zugeschriebenen vier Übungen: “Erfolg und Scheitern hängt von Umständen ab, während der Geist dabei weder verliert noch gewinnt”.

Wir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/
Herzlichen Dank

Anhand des Koan aus dem Hekiganroku, Fall Nr. 89: Ungans ’Der ganze Körper ist Hand und Auge’, spricht Christoph Rei Ho Hatlapa darüber, wie wir durch eine Kooperation mit der Natur und untereinander sowohl für unsere Entwicklung als auch für die Entwicklung der Natur eintreten können. Besonders geht er dabei auf die Qualitäten ein, die durch den vielarmigen Bodhisattva Avalokiteshvara dargestellt werden: Zuhören und Tatkraft.

Wir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/
Herzlichen Dank

Anhand des Hekiganroku, Fall Nr. 88: “Genshas Mann mit den drei Behinderungen”, spricht Christoph Rei Ho Hatlapa über die Entwicklung des Buddhismus im Westen. Besonders über die Entwicklung in Richtung eines sozialen und gesellschaftlichen Engagements. In Bezug auf die anstehenden Probleme in unserer näheren und weiteren Umgebung zeigen wir uns oftmals wie behindert, als ob wir blind, taub und stumm wären.
Im Sinne der alten Meister meint die Blindheit, Taubheit und Stummeheit allerdings eine andere Form von “Behinderung”.
Hier geht es um die Frage, wie wir jemandem begegnen können, der für die Irritationen und Verwirrungen der Welt blind und taub geworden ist. Und es geht auch um die Frage, wie wir damit umgehen, wenn wir alle die Zuschreibungen, mit denen wir uns bisher identifiziert haben, alle die wunderbaren Qualifikationen und Qualitäten, an denen wir so mühsam gearbeitet haben, von uns abfallen. Wenn wir in einen Zustand kommen, in dem wir, wie Bodhidharma, auf die Frage, wer wir im Wesen seien, antworten müssen: Keine Ahnung.
Und wenn wir dann tiefes Verstehen – was macht unser Wesen wirklich aus? – kombinieren mit Mitgefühl, dann können wir auch in dieser Welt viel bewegen und etwas für unseren Planeten und für die Zukunft tun.

Wir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/
Herzlichen Dank

Im Koan Nr. 8 aus dem Mumonkan, “Keicho, der erste Wagenmacher”, geht es um den Umgang mit den Errungenschaften der menschlichen Erfindungskraft.
Um unsere Konjunktur und unsere Industrie am Laufen zu halten sind wir auch heute oft noch bereit unabsehbar große Opfer zu bringen. So bringen wir, zumindest die Vertreter der älteren Generation, unseren Autos eine Haltung entgegen, die gelegentlich eine Art religiösen Charakter annimmt.

Mit einer durch die Zen-Übung trainierten Achtsamkeit werden wir uns, so legt Christoph Rei Ho Hatlapa in diesem Vortrag dar, der Zusammenhänge stärker bewusst, sowohl der unmittelbaren Handlungen als auch der größeren Zusammenhänge, in die wir mit unserem Leben hineinwirken. Im positiven Samadhi, der Konzentration im Tun, das wir neben der gegenstandslosen Konzentration auch im Sesshin üben, sind wir auf eine intensive und direkte Art und Weise mit den Dingen und Strukturen der Welt um uns herum verbunden.
Die geübte Achtsamkeit kann uns zwar nicht in jeder Lage retten, aber sie kann dazu beitragen, dass sich unser Umgang mit der Welt möglichst heilsam gestaltet.

Wir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/
Herzlichen Dank

Wir

Der Mensch des Dharmagesetzes ist SO

In diesem Vortrag wird das knappe Koan aus dem Hekiganroku, Fall 92: «Versteht genau den Meister des Dharmagesetzes; der Meister des Dharmagesetzes ist so», ausgeführt. In Texten wie dem Herz-Sutra lesen und rezitieren wir oft: Leerheit (oder: Grenzenlosigkeit) ist Form. Und Form ist Grenzenlosigkeit». Aber … – wie füllen wir das? Und wo ist unsere eigene Erfahrung davon? Und wann schaffen wir es, reines Sosein wahrzunehmen? Bleiben wir in der Position des Urteilenden gefangen, geraten wir in eine Welt des Mangels und das Sosein der Existenz bleibt uns verschlossen. Durch die Zen-Übung können wir lernen, die Vielfalt willkommen zu heißen und uns mehr und mehr wie ein Künstler im Leben verhalten und uns anregen lassen von der Formenvielfalt, der wir begegnen

Wir freuen uns sehr über eine Spende, um die Kosten für die Erstellung dieses Podcast zu decken. Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/
Herzlichen Dank

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*