Zendo-Etikette

1. Die Zendo ist die Halle, in der Zazen praktiziert wird. Sie ist ein Ort höchster Achtsamkeit, ein Ort des Sitzens und der Selbstfindung in Stille.  Außer Zazen, Kinhin, Sarei und Rezitation finden keine anderen Tätigkeiten in der Zendo statt. Nur das wahre Selbst soll sich hier manifestieren.

2. Bitte persönliche Gegenstände wie Bücher, Schreibzeug, Geldbeutel, Schmuck und Uhren nicht mit in die Zendo bringen ‑ mit Ausnahme der Rezitations‑ und Kōantexte.

3. Beim Eintreten in die Zendo wird Gasshō Teto geübt, und man begibt sich mit Gasshō zu seinem Platz, dreht sich zur Raummitte, verbeugt sich und setzt sich hin. Beim Verlassen der Zendo übt man an seinem Platz, dem Raum zugewandt, Gasshō Teto. Dann werden die Hände in Shasshu gebracht. Man geht so bis zur Tür, übt Gasshō Teto zum Raum hin und geht hinaus.

4. Bitte die Zendo während des Zazen nicht betreten oder verlassen. Während einer Zazen-Periode möglichst nicht bewegen und Geräusche vermeiden.

5. Während des Kyukei und während des Kinhin darf die Zendo betreten oder verlassen werden.

6. Der Jikijitsu leitet das gemeinsame Üben. Er ist für die Aufrechterhaltung des Zen‑Geistes und der Harmonie in der Zendo zu Gunsten aller verantwortlich. Seine Anweisungen werden befolgt.

7. Wenn der Keisaku kommt, kann man um seine Anwendung bitten, indem man Gasshō übt und sich vor und nach dem Schlagen gemeinsam mit dem Schlagenden verbeugt.

8. In der Zendo sollen alle ichhaften Willensäußerungen aufgegeben und ausgelöscht werden, so dass die Übenden ihre wahre Natur – ihre Buddhanatur – erfahren können. Alle bemühen sich um Harmonie miteinander; alle rezitieren mit.

Jeder bemühe sich nach Kräften, diesen Regeln in Achtsamkeit zu genügen.

ZA / ZAWARU – Sitzen

Zendoordnung

Immer kerzengerade
Nase Nabel senkrecht
Ohren links und rechts

aus: Nagaya Rōshi, Tuschspuren

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