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Fragen & Antworten

Lesen Sie in dieser Liste Antworten auf häufige Fragen zum Thema Zen

MUSS ICH VORKENNTNISSE MITBRINGEN?

Vor der Teilnahme an einem Sesshin kann es sinnvoll sein, sich beraten zu lassen oder zu einem Dokusan-Abend in Steyerberg kommen. Grundsätzlich gilt aber: Alles Nötige wird erklärt.

WIE LANG DAUERN DIE SITZPERIODEN?

Höchstens 25 Minuten. Danach folgt entweder eine kurze Pause oder eine Gehmeditation.

MUSS ICH DEN LOTUSSITZ BEHERRSCHEN?

Der doppelte oder einfache Lotussitz gibt erfahrungsgemäß die größte Stabilität. Selbstverständlich dürfen es sich die Zen-Übenden auch bequemer machen. Sitzbänkchen oder auch ein Stuhl sind vollkommen ok.

GEHT ES BEI ZEN VOR ALLEM UM HÄRTE UND DURCHHALTEN?

Nein! Es geht darum, zur Ruhe zu kommen, und dazu gehört ein liebevoller Umgang mit Körper und Geist. Die Jahrtausende alten Meditationstechniken helfen uns dabei.

WELCHE KLEIDUNG SOLL ICH TRAGEN?

Wir empfehlen bequeme Kleidung, welche ein angenehmes Sitzen erlaubt, möglichst in gedeckten Farben. Wer leicht friert, sollte sich eine Jacke oder evtl. eine Decke zum Umhängen mitbringen.

WIE IST DER TAGESABLAUF BEI EINEM SESSHIN?

Der ganze Tag ist eine Meditation. Daher wird auch geschwiegen. Sitz- und Gehmeditation sowie Rezitationen wechseln einander ab. Mehrmals täglich gibt es eine Möglichkeit zum Einzelgespräch mit dem Lehrer (Dokusan). Hier können Fragen z.B. über die eigene Meditationspraxis oder den Zen-Buddhismus gestellt werden. Zen-Schüler sprechen dort über ihre Koans.

WAS SIND DIE SILAS?

Die Silas ähneln den christlichen Geboten, sind aber eher als freiwillige Verhaltensregeln zu verstehen. Ihre Befolgung ist heilsam und begünstigt das Fortschreiten auf dem Weg. Die ersten fünf Silas werden bei der Zufluchtnahme, dem ersten offiziellen Schritt auf dem Buddha-Weg, angenommen. Die zweiten fünf Silas beschäftigen sich vor allem mit der Gemeinschaft (der Sangha) und beinhalten Regeln für ein harmonisches Zusammenleben. Mit Annahme der zweiten fünf Silas erhält man das Rakusu und begibt sich auf den Bodhisattva-Weg.

WAS BEDEUTET DAS RAKUSU?

Das Rakusu (sprich Raks) ist ein viereckiges, aus kleinen "Flicken" zusammengesetztes Stück Stoff, das an einem Band um den Hals getragen wird. Es symbolisiert das Flickengewand von Shakyamuni Buddha und seinen Schülern. Es wird von Mönchen und ordinierten Laienanhängern getragen. Das Rakusu bekommt man bei der Zeremonie zur Annahme der zehn Silas verliehen. Man zeigt damit seine Verbundenheit mit der Lehre und seine Entschlossenheit, den Weg zu gehen.

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