Oi Saidan Roshi

Ōi Saidan Roshi (26.2.1915 bis 27.2.2018) studierte Zen unter Ienaga Ichidō vom Tōfuku-ji und war 15 Jahre lang Abt des Manju-ji Sodo (Trainigstempel für Mönchsnovizen) in Oitakan,  Hauptkloster des Tofuku-ji Zweigs. und lehrte Philosophie an der Universität Kobe.

1975 wurde er Abt des Tōkai-an im Myōshin-ji Hauptkloster in Kioto und wechselte 1990 zum Hōkō-ji. Er öffnete die Zen-Schulung für Laien, auch für Frauen und für Schüler und Schülerinnen aus dem Westen. 1986 leitete er das erste Sesshin in der Choka-Zendo im Lebensgarten Steyerberg. Zuletzt war er während der EXPO 2000 im Lebensgarten und in Hannover.

Er studierte Philosophie an der Universität Kyoto unter Professor Hisamatsu, einem der Nachfolger von Nishida, dem Gründer der philosophischen Schule von Kyoto. Später hielt Oi Saidan eine Professur für Philosophie an der Universität Kobe.

Seit Oktober 1990Seit Okt. 1990 lebt er im Hoko-ji-Klosterund wurde im April 1991 er als Kansho des Hoko-ji-Kloster (gegründet 1363) inthronisiert.

 

Von 1982 bis 1987 hat er auf Einladung seiner deutschen Schülerinnen und Schüler Sesshin in Deutschland geleitet.
Am 12.06.1986 weihte er offiziell die “Choka Zenkutsu” (Vogelnestsitzhalle) im “Lebensgarten Steyerberg” ein.
Zuletzt war er anlässlich der Expo 2000 in Deutschland und hielt Vorträge in Hannover und Steyerberg.
Der Vortraf g in Steyerber ist auf unserer Podcastseite zu finden.

Oi Saidan Roshi:
Entwickle das Heilsame und läutere Deinen Geist! Das ist Buddhismus, das ist auch der Kernpunkt des Zen. Zazen üben heißt, den Geist reinigen, leer machen, nicht denken. Das Hannya Shingyo, das Herzstück der Lehre des Buddha, sagt: “Form ist Leerheit, Leerheit ist Form. Leerheit ist nicht verschieden von Form, noch ist Form verschieden von Leerheit.” Der Himmel, die Erde und Du, Ihr habt dieselbe Wurzel. Alle Wesen, alle Dinge haben die Buddhanatur.

Es ist so, wie Dogen Zenji sagt:
“Den Buddhaweg zu gehen bedeutet, sich selbst zu erfahren;
sich selbst erfahren heißt, sich selbst vergessen.
Sich selbst vergessen ist, sich selbst wahrnehmen in allen Dingen –  von allen Dingen erleuchtet werden.”

Der rechte Weg ist nicht schwer zu beschreiten: Mache Dich nur frei von aller eitlen Wahl zwischen Zweierlei und hafte nicht an den Dingen, die am Wegesrand liegen.”