Zazen

ZazenDer Kern der Zen-Übung ist Zazen. In aufrechter Haltung auf dem Kissen sitzend, schweigend versenkt.

In der Zen-Meditation üben wir Atembetrachtung, die vier Tore der Achtsamkeit und Konzentration auf Koan. In der Übung bringen wir Körper und Geist zusammen. Gleichzeitig suchen wir die Verbindung zu unserer Mitte (Hara). Wir bringen “Hirn-Herz-Hara” in Kohärenz.

Auftretende Gedanken und Gefühle werden wahrgenommen. Sie werden weder verdrängt noch zum Mittelpunkt des geistigen Geschehens erhoben.

Sobald wir versuchen, leer zu werden, erfahren wir, dass unser Geist immerfort arbeitet. Gedanken kommen und gehen. Wir können nicht nicht denken. Indem wir jedoch unseren Gedankenstrom beobachten, schaffen wir gleichzeitig eine Distanz zu ihm. Allmählich verebbt der Strom. Schließlich erreichen wir das “Denken des Nichtdenkens“. Wann immer wir von inneren Bilder abgelenkt werden und uns dessen bewusst werden, kehren wir zu unserem Atem oder unserem Koan zurück.

Ziel des Zazen ist das Erwachen zur eigenen, wahren Natur.

Auf dem Weg dorthin üben wir offen, wach und präsent zu sein. So befreien wir uns von Belastungen, Sorgen und Ängsten. Wir üben, im Hier und Jetzt zu sein, ohne in die Vergangenheit oder Zukunft abzuschweifen, ohne Erwartungen, Konzepte und Vorstellungen.

Mit voranschreitender Übung werden wir zunehmend gewahr, dass jeder Augenblick vollständig und vollkommen ist.

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