Tägliche Zen-Rezitation aus der Hokoji-Tradition
Choka Sangha mit Rei Ko Mukai Roshi im Sommer 2006

Die Rezitation, wie sie täglich während der Sesshin (Meditations-Retreats) in den Zen-Gruppen, die dem Hokoji-Kloster bei Hamamatsu in Japan verbunden sind, geübt wird.
An den Instrumenten: Hans Bernd, Widmung gesungen von Rei Ko Mukai Roshi.

Unsere “Identitäts-Verblendung” auflösen – Wie wir unsere eigene usprüngliche Natur wahrnehmen – oder nicht wahrnehmen

Wenn wir unsere Gedanken als souveräne Instanz annehmen, und unsere Haut als die Grenze unserer selbst, dann befinden wir uns in einer einengenden Illusion, erläutert Christoph Rei Ho Hatlapa. Und ergänzt: Gerade dadurch, dass wir erkennen, wie eingebunden und unterstützt wir im größeren Zusammenhang in Wirklichkeit immer sind, können wir entspannter und glücklicher werden.

Das Koan zur Einstimmung, Ekicho’s “Die Natur malen”, entnimmt er den Kamakura-Koans.

Wissen, was genügt – und die Wahnidee vom unaufhörlichen Wachstum

Christoph Rei Ho Hatlapa nimmt eine tragikomische Geschichte aus der chassidischen Tradition zum Anlass, zusammen mit den Kindern aus dem Familiensesshin, herauszuarbeiten, wie wir unterscheiden lernen können, zwischen dem Immer-mehr-haben-wollen und dem, was wirklich wichtig ist.

Der Zugang zur Welt – in der Naturwissenschaft und im Buddhismus.
Der Geist im Buddhismus.
Leidbefreiung als primäres Ziel des Buddhismus.
Buch: Thomas Bauer. Schmerzgrenze.
Das Druchbrechen des Reiz-Reaktions-Mechanismus; unterstützt von unserer Übung.
Die Reaktion unseres Gehirns auf Schmerz, auch auf sozialen Schmerz.
Thomas Bauer: Soziale Ausgrenzung und soziale Demütigung wird vom Gehirn wie körperlicher Schmerz interpretiert.
Ausgrenzung und Marginalisierung – Aggressionsauslöser beim Menschen.
Marginalisierung durch Monopolisierung
Für Buddhisten reicht der Verweis auf die innere Praxis – angesichts dieser Entwicklung – nicht mehr aus. Wir sind, wenn wir wirklich den Weg des Buddha gehen wollen, gezwungen, uns für einen sozialen, engagierten, Buddhismus einzusetzen.
Macmindfulness: Manager meditieren um ihren Shareholdervalue zu optimieren.
Der Buddha sagt: Große Wesen, Mahasattvas sind solche, die wissen was genügt.
Einfach nur Weitermachen, wie gewohnt, können wir uns nicht mehr leisten. Wir reden uns in eine scheinbare Ohnmacht hinein. In unserem Geist sitzen die Hebel, mit denen wir Welt um uns her in Richtung eines leidbefreiten Lebens zu bewegen.
Das Verständnis von Sangha im buddhistischen Sinne schließt keine Wesen aus!
Wir können es schaffen, unsere Zukunft zu gestalten.
Die Resonanz des mitfühlenden Herzens … – das Zugehörigkeitsgefühl in der Sangha.
Unsere eigene Entwicklung braucht den Kontext der Zugehörigkeit.
Das ToGenJi-Projekt als Übungsfeld mit möglichem Vorbildcharakter

Oi Saidan Roshi sagte von Obaku, er wäre der größte Zenlehrer gewesen.
“Du mußt beim Zazen immer ganz aufrecht und ernsthaft üben!” (Oi Saidan Roshi)

Trester ist ausgepresster substanzloser Rest –
Die Botschaft ist:
Strengt euch selber an!
Sucht den eigenen Lehrer in euch
Die Genealogie der Traditionsfolge ist eine Abfolge der NICHT-Lehrer
Mahakasyapa hat es von sich selbst gelernt
Letzten Endes geht es darum, den eigenen Lehrer in sich selbst zu erwecken. Und genau hinzuschauen…
Der äußere Lehrer gibt Anregungen, das Entscheidende ist der inner Lehrer. Der innere Lehrer muß es erfassen, und zwar jenseits der Gedanken und Beschreibungen…

Der Mönch fragt: “Was ist, wenn einer den Staub wegfegt und den Buddha sieht?”
Wenn du jenseits von Leben Tod bist, siehst du den Buddha.
Schwinge das Schwert des Manjushri … – das Schwert der Unterscheidung.
Der Buddhan hat kein Land … – wo kann man ihn treffen?
Kassan und Sekiso lebten in der Zeit der Buddhistenverfolgung (um 845 n.Chr.) Ihre Begegnung spielt sich kurz nach dieser Zeit ab.
Sekiso hatte tatsächlichen keinen Ort, kein “Land”, wo er predigen konnte.