Ausgehend vom Koan 35 des Mumonkan beschäftigt sich Christoph Rei Ho Hatlapa mit der oft schmerzhaften Spaltung zwischen unserem angepassten Selbst und unserer lebendigen inneren Wahrheit. Wer sind wir wirklich – jenseits der Rollen, Erwartungen und Geschichten, die wir über uns selbst erzählen? Wie erwachen wir aus dem Wachkoma des Funktionierens?
Anhand der rätselhaften Geschichte von Seijo wird deutlich, dass innere Heilung dort geschieht, wo verdrängte Erfahrungen gesehen, angenommen und mit Mitgefühl gehalten werden. Einfühlsames Zuhören kann dabei zu tiefgreifenden Wandlungen führen und abgespaltene Anteile wieder integrieren.
Heilung geschieht jedoch nicht durch die Identifikation mit einer Seite, sondern durch die Fähigkeit, Gegensätze zu umfassen: Stärke und Verletzlichkeit, Persönlichkeit und Unpersönlichkeit, Anpassung und Freiheit. Wer die Welt annimmt, wie sie ist, kehrt zu seinem ursprünglichen Wesen zurück.
Dieses Teisho wurde während eines Zen-Tages des Zenkreises Niederrhein (https://zenkreis-niederrhein.de) gehalten.
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