Z00268 Keine Erklärung, keine Bedeutung – und dadurch grenzenlos frei. (Pfingst-Sesshin 24.05.2026)

Im Teisho zum Koan Mians »wahre Bedeutung« aus dem Shumon Kattoshu (Fall 22-2) geht es um das unmittelbare So-Sein der Wirklichkeit. Ausgangspunkt ist die Geschichte von Meister Tokusan, der mit seinen Essschalen zum Speisesaal geht, obwohl das Signal zum Essen noch gar nicht ertönt ist. Als der Koch ihn darauf hinweist, dass die Glocke noch nicht geschlagen hat, reagiert Tokusan weder mit Rechtfertigung noch mit Diskussion, sondern dreht sich einfach um und geht zurück. Ein Mönch fragt später nach der Bedeutung dieses Verhaltens, doch der Meister Mian Xianjie antwortet schlicht: »Keine Bedeutung.«

Tokusan folgt unmittelbar dem So-Sein der Situation, ohne inneren Widerstand und ohne sich in Erklärungen zu verlieren. Dieses Verhalten steht im Gegensatz zur weit verbreiteten Neigung, hinter allem einen besonderen Sinn oder eine Erklärung zu suchen. Die Zen-Praxis verweist auf eine Wirklichkeit, die keiner zusätzlichen Erklärung bedarf. Es gilt, diese zunehmend zu verkörpern und dadurch ihre beiden Pole zu verbinden: das grenzenlose, unfassbare Wesen der Leerheit und das konkrete So-Sein jedes Augenblicks.

Leiden entsteht vor allem dort, wo Menschen gegen die Wirklichkeit kämpfen. Wenn wir sagen »Es sollte anders sein«, geraten wir in Widerstand zum Leben. Wirkliche Freiheit entsteht im tiefen Annehmen dessen, was ist – auch von Schmerz, Verlust, Krankheit und Vergänglichkeit. Christoph Rei Ho Hatlapa betont, dass es dabei nicht um oberflächlichen Optimismus geht, sondern um die Bereitschaft, auch schwierige Erfahrungen in das Ganze des Lebens aufzunehmen und ihnen geborgen im Raum des So-Seins zu begegnen. Frieden entsteht nicht durch das Erzwingen bestimmter Zustände, sondern durch die Rückkehr in die eigene Mitte und das Einverständnis mit dem Fluss des Lebens.

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Z00267 Wie frei kann ein Mensch werden, obwohl er in Bedingungen und Zusammenhänge eingebunden bleibt? (Pfingst-Sesshin 23.05.2026)

Das berühmte Koan »Hyakujōs Fuchs« aus dem Mumonkan führt mitten hinein in diese zentrale Frage. Ausgangspunkt ist die Geschichte eines alten Mönchs, der auf die Frage, ob ein erleuchteter Mensch dem Gesetz von Ursache und Wirkung unterliege, antwortet: »Nein, er fällt nicht darunter.« Für diese Antwort muss er 500 Leben als Fuchs erdulden, bis er schließlich durch Hyakujōs Antwort »Er missachtet die Kausalität nicht« befreit wird.

Einerseits können wir durch die Zen-Praxis unser Denken verändern, alte Muster durchschauen und dadurch Handlungsspielräume gewinnen, die vorher verborgen waren. Wer etwa Feindbilder überwindet und Mitgefühl entwickelt, verändert die Qualität seiner Beziehungen und damit die Wirklichkeit. In diesem Sinne fällt der Erwachte nicht vollständig unter das Joch der Kausalität, da er nicht mehr blind von seinen Gedanken und Reaktionen bestimmt wird.

Zugleich war die ursprüngliche Antwort des alten Mönchs unvollständig und verhängnisvoll. Denn auch ein erleuchteter Mensch bleibt Teil der Bedingungen des Lebens. Krankheit, Vergänglichkeit, Gewalt und Tod können nicht einfach aufgehoben werden. Spirituelle Freiheit bedeutet also weder Allmacht noch Unverletzlichkeit, sondern ein bewusstes, mitfühlendes und geistesgegenwärtiges Leben innerhalb dieser Bedingungen.

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Z00266 Dies ist Myōhō. (Sesshin 22.05.2026)

Was geschieht, wenn wir vom Gipfel spiritueller Erfahrung wieder ins gewöhnliche Leben zurückkehren? Anhand von Koan 23 aus dem Hekiganroku geht Christoph Rei Ho Hatlapa der Frage nach, wie sich die Erfahrung des Absoluten im Alltag verwirklichen kann.

Ausgangspunkt ist die Geschichte von Hofuku und Chōkei, die über den heiligen Berg Myōhō sprechen, der für das absolute Samadhi steht – die Erfahrung von Grenzenlosigkeit und Einheit. Die eigentliche Erkenntnis geschieht jedoch nicht auf dem Gipfel selbst, sondern erst nach dem Abstieg zurück in die Welt des Handelns und der Beziehungen. Zen bedeutet demnach nicht, sich im Absoluten zu verlieren, sondern die Erfahrung der Einheit in das alltägliche Leben hineinzutragen. Was uns daran hindert, die Wirklichkeit unmittelbar zu erleben, sind unsere Gedanken, Urteile und Erwartungen, in denen wir gefangen sind. Diese geistigen Muster erzeugen Leiden. Wir wünschen uns, dass Menschen anders wären, dass die Welt anders wäre oder dass wir selbst anders sein müssten. Dadurch verlieren wir den Kontakt zum So-Sein der Wirklichkeit – zu dem, was einfach ist.

Zen-Praxis bedeutet deshalb auch, diese alten Muster zu erkennen und allmählich loszulassen, um freier, spielerischer und unmittelbarer leben zu können. Wenn es uns gelingt, unsere gedanklichen Blasen allmählich zu verlassen, erkennen wir, dass wir von Wundern umgeben sind. Bis wir Myōhō schließlich nicht mehr als einen fernen mystischen Ort erleben, sondern als die allgegenwärtige Wirklichkeit selbst.

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Z00265 Seijos Seele ist von ihrem Sein getrennt. (Zentag Niederrhein 21.03.2026)

Ausgehend vom Koan 35 des Mumonkan beschäftigt sich Christoph Rei Ho Hatlapa mit der oft schmerzhaften Spaltung zwischen unserem angepassten Selbst und unserer lebendigen inneren Wahrheit. Wer sind wir wirklich – jenseits der Rollen, Erwartungen und Geschichten, die wir über uns selbst erzählen? Wie erwachen wir aus dem Wachkoma des Funktionierens?

Anhand der rätselhaften Geschichte von Seijo wird deutlich, dass innere Heilung dort geschieht, wo verdrängte Erfahrungen gesehen, angenommen und mit Mitgefühl gehalten werden. Einfühlsames Zuhören kann dabei zu tiefgreifenden Wandlungen führen und abgespaltene Anteile wieder integrieren.

Heilung geschieht jedoch nicht durch die Identifikation mit einer Seite, sondern durch die Fähigkeit, Gegensätze zu umfassen: Stärke und Verletzlichkeit, Persönlichkeit und Unpersönlichkeit, Anpassung und Freiheit. Wer die Welt annimmt, wie sie ist, kehrt zu seinem ursprünglichen Wesen zurück.

Dieses Teisho wurde während eines Zen-Tages des Zenkreises Niederrhein (https://zenkreis-niederrhein.de) gehalten.

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Z00264 Baso und die hundert Verneinungen. (Sesshin 08.03.2026)

Im 73. Fall des Hekiganroku bittet ein Mönch Zenmeister Baso um die endgültige Erklärung zur Bedeutung von Bodhidharmas Kommen aus dem Westen, die über die vier Lehrsätze und die hundert Verneinungen der buddhistischen Philosophie hinausgeht. Doch statt einer Antwort begegnen ihm Müdigkeit, Kopfschmerz und schließlich ein schlichtes Eingeständnis des Nichtwissens. Am Ende bleibt nur ein einfacher Satz: »Shisos Kopf ist weiß, Kais Kopf ist schwarz.«

In diesem Teisho führt Christoph Rei Ho Hatlapa durch die philosophischen Hintergründe des buddhistischen Tetralemmas und der Lehre Nagarjunas vom Mittleren Weg und verbindet sie mit Einsichten aus dem Daoismus. Dabei wird deutlich, dass Zen die Wahrheit nicht in immer feineren philosophischen Unterscheidungen sucht. Vielmehr führt der Weg zurück zur unmittelbaren Wirklichkeit des Lebens selbst. Die Gedanken über Sein und Nichtsein, über Recht und Unrecht, über Ja und Nein verlieren ihre zwingende Macht, wenn wir den Drehpunkt des Dao entdecken. Jenen Ort, an dem sich die Gegensätze auflösen und wir die Welt wieder direkt sehen, so wie sie ist: vielfältig, verbunden und von stiller Güte durchzogen.

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Z00263 Was, wenn alles Leid aus verwirrten Gedanken resultiert? (Sesshin 07.03.2026)

Im 58. Beispiel des Hekiganroku wird Meister Joshu gefragt, warum er den Satz: »Der wahre Weg ist nicht schwer; er verabscheut nur Wahl und Festhalten«, so oft zitiere. Joshu entgegnet, dass er dafür keine Rechtfertigung habe.

Was Wahl bedeutet und wie wir dem Anhaften entgehen können, ist ein wiederkehrendes Thema. Joshus Botschaft bleibt dabei stets dieselbe: Der wahre Weg (Dao) ist einfach, nur unser Denken macht ihn kompliziert. Steven Mitchell schreibt dazu in seinem Buch »The Second Book of the Dao«: »Wir glauben die menschliche Natur zu kennen. Doch was, wenn unsere liebsten Annahmen falsch sind? Was, wenn alles Leid aus verwirrten Gedanken resultiert?«

In diesem Teisho stellt Christoph Rei Ho Hatlapa dem analytischen Verstand die Wahrnehmung mit dem Herzen zur Seite. Aus ihr erwachsen Mitgefühl und die Einsicht, dass wir nicht von den Wesen um uns herum getrennt sind. Die praktische Aufgabe besteht darin, immer wieder zu unserer eigenen Mitte zurückzukehren, auch wenn in uns viele unterschiedliche Stimmen sprechen: die des inneren Kindes, der Eltern oder unserer Erwartungen. Durch die Zen-Praxis können wir lernen, diese Stimmen wahrzunehmen und den inneren Frieden zwischen ihnen wiederherzustellen. Indem wir unsere mentalen Konstruktionen loslassen und die Wirklichkeit unmittelbarer erkennen, kann Klarheit entstehen. In dieser Klarheit ist der Weg nichts Fernes oder Geheimnisvolles, sondern etwas, das bereits im gegenwärtigen Moment vorhanden ist.

Literatur:
Stephen Mitchell: The Second Book of the Tao, 1. Auflage, Penguin Publishing Group, 2010, ISBN: 0143116703, 9780143116707

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Z00262 Wenn du erkennst, woher du kommst, wirst du von Natur aus tolerant. (Sesshin 17.01.2026)

Ausgehend von Koan 6 des Hekiganroku entfaltet Christoph Rei Ho Hatlapa in diesem Teisho das Leben und Wirken des Zenmeisters Ummon, der für seine knappen Antworten bekannt war. Mit seinen wenigen Worten zielte er nicht darauf ab, etwas zu erklären. Vielmehr wollte er bei den Zuhörenden einen Durchbruch bewirken. So führt uns auch seine Koan-Aussage: »Jeder Tag ein guter Tag« mitten hinein in die Welt der Nicht-Dualität. Denn nur, wenn wir die gemeinsame Quelle aller Dinge erkennen und daraus Gelassenheit, Mitgefühl und innere Weite entstehen lassen, können wir dem Leben mit all seinen hellen und dunklen Seiten wirklich begegnen. Dabei hilft die Zazen-Übung. Sie befreit den Geist von unnützen Gedanken und schenkt dem Herzen Frieden. Ein ruhiger Geist beobachtet zunehmend das Treiben der Wesen und betrachtet ihre Rückkehr zur Quelle. Denn wer erkennt, woher er kommt, kann gelassen mit allem umgehen, was das Leben bringt – und verkörpert, wenn der Tod kommt, Ummons goldene Brise.

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Z00261 Wie gelangt ihr dorthin, wo es keinen Grashalm in 10000 Meilen gibt? (Rohatsu 05.12.2025)

In dem geschützten Raum eines Sesshin ist es leicht zu erkennen, dass die mitunter täuschend echten Bilder, die wir sehen, unserem Geist entspringen und Trugbilder sind. Zurück im Alltag aber erscheint Tōzan Ryōkais Appell aus Koan 161 des Shūmon Kattōshū jedoch wie ein frommer Wunsch: Geht dorthin, wo es weit und breit keine Illusionen gibt! Daher erwidert Sekisō: »Warum sagtest du nicht: ›In dem Augenblick, in dem du das Tor hinter dir lässt, gibt es Gras?‹« Sobald wir den Tempel verlassen, sind wir von Verblendungen umzingelt. Andererseits sind gerade diese Umstände aber die Voraussetzung dafür, dass wir unseren irrtümlichen Vorstellungen auf die Spur kommen. C. G Jung nannte diese Trugbilder Projektionen. Sie verdunkeln die objektive Sicht andere Menschen und verhindern echte menschliche Beziehungen. Ob diese Schatten allerdings zu Freunden oder Feinden werden, hängt jedoch von uns selbst ab. Als Menschen kommen wir in der Geborgenheit eines ungeteilten Universums an. Doch nach kurzer Zeit beginnt ein Sozialisationsprozess, in dem wir erfolgreiche Anteile in einem äußeren Bereich unserer Persönlichkeit ablegen. Jung nannte diesen Bereich die Persona. Wir lernen schnell, mit welchen Äußerungen und Eigenschaften wir uns im sozialen Kontext erfolgreich bewegen können. Viele Ausdrucksformen unserer Lebendigkeit wurden jedoch in den Schattenbereich gedrängt. Die dabei entstandenen Narben entsprechen den berühmten Knöpfen, die unsere Liebsten unversehens drücken. Wenn wir Glück haben, können wir uns dabei unsere Schatten gemeinsam anschauen. Es ist eine Wohltat, wenn es uns gelingt, unsere Schatten als zu uns gehörig zu akzeptieren. Denn so integrieren wir unsere verlorenen Anteile und können nach und nach unser volles Potenzial entfalten. Zu dieser inneren Arbeit lädt uns Christoph Rei Ho Hatlapa ein. Die Frucht der Übung ist Klarsicht, nicht weil Illusionen verschwinden, sondern weil wir sie als unsere eigenen erkennen. Das Ende der Übungszeit bedeutet nicht das Ende der Arbeit, sondern den Beginn einer bewussteren, liebevolleren Beziehung zu unseren Schatten – innerlich wie äußerlich.

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Z00260 Ein Gipfel ist nicht weiß (Rohatsu 04.12.2025)

Im 15. Fall des Kattōshū fragt ein Mönch Tsao-shan Pen-chi: »Schnee bedeckt die tausend Berge, warum ist ein Gipfel nicht weiß?« Tsao-shan antwortet: »Du solltest den Unterschied innerhalb des Unterschieds erkennen.« Er fügt hinzu: »Er lässt sich nicht dazu herab, die Farbe der anderen Berge anzunehmen.« Christoph Rei Ho Hatlapa vergleicht die Berge mit meditierenden Mönchen und die weißen Gipfel mit ihren kahlen Köpfen. Doch warum ist ein Gipfel nicht weiß? Als der spätere Zen-Patriarch Hui Neng ins Kloster eintrat, unterschied er sich von den Mönchen nicht nur dadurch, dass er kleinwüchsig und Analphabet war, sondern auch dadurch, dass er die Zeichenlosigkeit der Zeichen im Sinne des Diamant-Sūtra unmittelbar erkannte und den Buddha in allen Dingen sah. Zeichen sind die Objekte unserer Wahrnehmung, die uns leicht täuschen können. Die Klarheit unserer Wahrnehmung hängt nicht davon ab, dass wir wie eine Kamera in die Welt blicken, sondern dass wir tiefer schauen. Weisheit im buddhistischen Sinn bedeutet Einsicht in das abhängige Entstehen der Dinge, also das Erkennen, dass jedes Element aus anderen Elementen hervorgeht und alles mit allem verwandt ist im Kontinuum der Zeichenlosigkeit. Erst wenn wir diesen Zusammenhang wirklich durchdringen, haben wir Zugang zur wahren Wirklichkeit, in der auch der Tathāgata aus Nicht-Buddha-Elementen besteht. Alles, was ihn ausmacht, macht auch uns aus. Das Reine umfasst das Unreine. Im Buddhismus gilt die Non-Dualität als das wesentlichste Merkmal der Liebe. Mit den Augen dieser organischen Liebe betrachtet, existiert nichts, was wir nicht respektieren könnten – und mit ihr ließen sich sämtliche Probleme der Welt lösen. Der wahre Unterschied kennt keine Dualität. Das bedeutet, den Unterschied im Unterschied zu erkennen. Er ist zeichenlos, grenzenlos und allumfassend.

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Z00259 Du bist Buddhas Knochen! (Rohatsu 02.12.2025)

Der Buddhismus hat eine lange Reise hinter sich von den Universitäten Indiens über die Klöster Chinas bis hin zur heutigen Praxis. In diesem Teisho zeichnet Christoph Rei Ho Hatlapa diesen Weg nach und zeigt, wie aus einer monastischen Lehrtradition ein lebendiger, alltagsnaher Zen-Weg für Mönche, Laien und Frauen entstand. Dabei stellt er die Frage: Was heißt es, heute »Buddhas Knochen« zu sein – das Erwachen also nicht zu verehren, sondern zu verkörpern? Denn nur wenn der Geist des Buddha in uns lebendig bleibt, behält der Buddhismus seine Bedeutung. Anhand des Shinjinmei und Joshus Lehre wird deutlich, wie wählerische Wahl und Anhaften unseren Geist binden können. Dabei ist nicht das Wählen selbst das Problem, sondern das Festhalten, das Rechthabenwollen, das subtile Anhaften. Der beste Zustand ist jedoch kein asketisch abgehobener, sondern einer, in dem man nichts Besonderes mehr sucht und ununterscheidbar normal wird, eins mit Leiden und Freude, Alltag und Erwachen.

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