Z0152 Äußerer Frieden und innerer Frieden (2.12.2021)

Anhand von Joshus Koan “Ein neugeborenes Baby” aus dem Hekiganroku, Fall Nr. 80, spricht Christoph Rei Ho Hatlapa über unser ’inneres Kind’. Oft finden wir keinen inneren Frieden, weil wir keinen Frieden in unserem “Inneren Team” haben. Unser “Inneres Kind” ist vielleicht verwundet und vernachlässigt und stört unseren Alltag. Um in uns selber Frieden finden zu können, müssen wir unserem eigenen ’Inneren Kind’ Aufmerksamkeit geben. Die Übung und die Praxis kann uns dabei helfen, die aufsteigenden Impulse aus unserem ’Inneren Team’ wahrzunehmen und in einer für uns selbst und für unsere Mitwelt heilsamen Art und Weise anzuerkennen und dann auch zu manifestieren. Was wir in unserem Inneren vorfinden – wenn wir überhaupt danach schauen – müssen wir selber befreien lernen.

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Z0151 Dana und die 6 Vollkommenheiten (Teisho vom August 1999)

Christoph spricht über Dana (übersetzt als Freigebigkeit oder Großzügigkeit) im Verständnis jenseits von materiellem Wert. Welche Art von Reichtum haben wir tatsächlich zu geben? \r\n\r\nEin Beispiel ist unsere Präsenz, die wir unserem Gegenüber schenken, in Form als Einfühlung, als Verständnis, als gute Kommunikation. Aber auch Versöhnung, Dankbarkeit oder Raum geben für Entwicklung oder Klarheit, kann als Dana verstanden werden. \r\n\r\nIn unserem erwachsenen Leben, haben wir manchmal die Vorstellung, dass unsere Batterie leer sei. Geben fühlt sich dann als einseitiger Prozess an. \r\n\r\nIn der Zen Übung können wir eine andere Form von Geben erfahren: Geben als Prozess des Durchströmtwerdens; wie bei einem Kanal; hier fließt die Energie ab, dort fließt neue Energie zu. \r\n\r\nWir können dem Strömen eine Richtung geben – aber, das Strömen kommt von alleine, wenn wir es zulassen.\r\n\r\nDie meisten Dinge, die wir zu geben haben, sind nicht in Mark und Pfennig zu berechnen. \r\n\r\nWir können ein Tempel ohne Tor sein. (Abschlussgeschichte).\r\n\r\nErklärung der 6 Paramitas: \r\nParamita = Prozess des Transzendierens (Die sechs Tugenden/Vollkommenheiten)\r\n\r\nDana – Großzügigkeit\r\nSila – „Verkehrsregeln auf dem Weg der Erleuchtung“ (Richtlinien)\r\nKshanti – Weitherzigkeit (Geduld)\r\nVirya – Entschlusskraft\r\nDhyana- Besonnenheit (Versenkung)\r\nPrajna- Weisheit / Einsicht \r\n\r\n\r\nUm für junge Erwachsene den Aufenthalt im ToGenJi zu ermöglichen, bitten wir um eine Spende. \r\nSie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/\r\nHerzlichen Dank

Z0150 Meditation und praktische Selbstversorgung von Hyakujo bis zum To Gen Ji (17.10.2021)

Im Fall Nr. 125 aus dem Kattoshu, Hyakujos’ “Kein Essen”, wird die Verbindung von spiritueller Praxis mit Selbstversorgung aus dem eigenen Garten thematisiert.
Hyakujo Ekai (chin.: Baizhang Huaihai, 720-814) war Schüler von Baso Dōitsu (chin.: Mazu Daoyi, 709-788). Zu Hyakujos Schülern gehörten Huangbo Xiyun und Linji Yixuan (jap.: Rinzai).
Die noch heute in Zenklöstern gültigen Regeln werden auf ihn zurückgeführt. Die im Indien der Wanderasketen, Einsiedler und Mönche übliche Arbeitsteilung: “Spirituelle Fachleute” betreiben Meditation und Versenkung und die arbeitende Bevölkerung unterstützt diese Spezialisten mit Lebensmitteln und Kleidung, diese in Südasien bis heute übliche Arbeitsteilung wurde in der Chan-Tradition im China der Tangzeit aufgehoben. Hyakujo, sicherlich inspiriert von der daoistischen Tradition, setzte auf die spirituelle und die Persönlichkeitsentwicklung der Menschen durch meditativ ausgeführte Arbeit, auch die ganz praktische Arbeit im Garten zur eigenen Versorgung mit Lebensmitteln. Insofern kann man von Hyakujo als dem ersten buddhistischen Permakulturisten sprechen.
Im ToGenJi Projekt der Choka Sangha stellt sich jetzt die Frage, wie einerseits die anstehenden Aufgaben des Betriebs auf die jüngere Generation übertragen werden können und andererseits die jüngere Generation von der Erfahrung der älteren profitieren kann.
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Z0149 Meister der Gestaltung des eigenen Lebens bleiben – auch im digitalen Zeitalter (16.10.2021)

Ausgehend vom Koan aus dem Mumonkan, Fall Nr. 8, Keichu der erste Wagenmacher, spricht Christoph Rei Ho Hatlapa über die Herausforderung, im Zeitalter der digitalen Achtsamkeitsräuber Herr über die Gestaltung des eigenen Lebens zu bleiben. Bleiben wir beim Arbeiten im bloßen Reaktivmodus, dann lassen wir der Lebendigkeit kaum einen Raum. Wenn wir dagegen wirklich mit unserem Wesen, mit der Buddhanatur in uns, in Verbindung stehen, dann wird auch unser äußeres Handeln zu einem Ausdruck des großen, über uns selbst hinausgehenden Lebens.
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Z0148 Der Umgang mit Bewertungen und Kritik (15.10.2021)

Das Koan zu diesem Vortrag stammt aus dem Hekiganroku Fall Nr. 97 “Die Verfehlung ist getilgt” und bezieht sich auf eine Passage aus dem Diamantsutra.
Wenn wir mit Bewertung Anderer konfrontiert werden, können wir den Sachverhalt heilen, indem wir diese Beurteilungen annehmen. Und indem wir an unserer eigenen Gewohnheit, in Bewertungen gegenüber Anderen zu geraten, arbeiten, können wir uns mit unserer Buddhanatur rück-verbinden.
Nach einem Bodhidharma zugeschriebenen Text gibt es neben dem unmittelbaren Verstehen, im Sinne einer unmittelbaren intuitiven Einsicht, vier Arten der Übung, um auf den Weg zu gelangen:
– Das ’Nicht-Mögen’ ablegen
– Die eigenen Umstände annehmen
– Nach nichts verlangen
– Im Einklang mit dem Dharma leben
Bei all diesen Übungen geht es letztendlich darum, aus der Gegenwärtigkeit des Präsentseins leben zu können.

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Z0147 Die Revolution des Mitgefühls (14.10.2021)

Für eine wirklich Revolution des Mitgefühls – die auch schon Bestandteil der ’Revolution’ des Buddha war – brauchen wir die Fähigkeit, das Grenzenlose in der Welt der Formen und Grenzen zu erkennen.
Wenn wir mit dem Grenzenlosen, auch in uns selbst, Freundschaft schließen, dann können wir die vier Aspekt des Mitgefühls verwirklichen:
– Metta. – Liebende Güte und Selbstakzeptanz
– Mudita. – Freude und Mitfreude
– Karuna. – Tiefe Anteilnahme
– Upeksha. – Gleichmut und anteilnehmende Gelassenheit
Voraussetzung für die Praxis des Mitgefühls ist auch die Erkenntnis des Verhältnisses von ’Selbst’ und ’Nichtselbst’.
Wenn wir die ’Zeichenlosigkeit’ aller unserer Konzepte durchschauen und unsere Vorstellungen und Konzepte relativeren, dann gelingt es uns leichter, diese Konzepte ins Leben zurückzuholen, in ein Leben der Wunder, das immer auch in einem größeren Bezug steht, als unser jeweiliger Standpunkt uns zu sehen erlaubt.

Buch:
Der neue Appell des Dalai Lama an die Welt: Seid Rebellen des Friedens. 4. Auflage, Benevento, 2020

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Z0146 Das Koan-Training im Rinzai-Zen als Heldenreise (19.9.2021)

Anhand des Koan aus dem Hekiganroku Fall Nr. 33: Chinso Shosho besucht Shifuku, spricht Christoph Rei Ho Hatlapa über den inneren Weg des Zen mit Hilfe von Zen-Koans. Ein Training mit den klassischen Koans, bei einem kompetenten Zenmeister konsequent verfolgt, kann sich für den Praktizierenden als eine Reise nach Innen, als eine Art von ’Heldenreise’ darstellen. Auf diesem Übungsweg, im Verlauf dieser ’HeldInnenreise’, können sich die eigenen inneren Kraftquellen zeigen und es kann sich der innere Meister melden. Im Kontakt mit dem äußeren Meister werden dann diese inneren Entdeckungen auf ihre Authentizität und auf ihre Belastbarkeit überprüft. Christoph Rei Ho Hatlapa gibt hier einen Überblick über die Stationen der inneren Reise und Entwicklung, die wir anhand der ersten zwölf Koans des Mumonkan anlaufen und bearbeiten können. Es geht dabei darum, die im Osten stärker gepflegten Schätze des Inneren im eigenen Inneren selber wieder zu entdecken und sich zu eigen zu machen.
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Z0145 Kazuaki Tanahashi und das Streben nach Frieden und Versöhnung (18.9.2021)

Christoph Rei Ho Hatlapa bezieht sich in diesem Teisho auf die Arbeit von Kazuaki Tanahashi und insbesondere einen engagierten Film, in dem Kaz den in der Kriegsindustrie arbeitenden Menschen vier Sätz ans Herz legt:
– Es gibt keine Situation, die nicht verändert werden könnte.
– Findet eine gemeinsame Vision!
– Als Einzelner kannst du die Welt nicht verändern, du kannst jedoch beitragen und auch beispielsweise einen Experten finden, der sich für deine Vision einsetzt.
– Niemand ist ohne Verantwortung
Kazuaki Tanahashi (geb. 1933, fellow of the World Academy of Art and Science) bemüht sich speziell auch um die Verarbeitung der Kriegsgreuel, die von japanischen Nationalisten in China während des zweiten Weltkrieges begangen wurden.
Christoph Hatlapa berichtet von seinem eigenen Engagement zur Linderung der Folgen des Yugoslawienkrieges, speziell beim Aufbau des Friedenszentrum in Ossiek.

Literatur:
Kazuaki Tanahashi. Painting Peace. Art in a Time of Global Crisis. Shambhala Publications.
Chang, Iris. Die Vergewaltigung von Nanking : Das Massaker in der chinesischen Hauptstadt am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Pendo, 1999

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Z0144 Sich öffnen für das, was außerhalb unseres Erwartungshorizontes liegt (Teisho vom 16.7.2021)

Eine Geschichte aus dem Buch ’Das verborgene Licht’: Ohashi verkauft ihren Körper. Ohashi, die Tochter eines verarmten Ronin, die sich aus wirtschaftlichen Zwängen prostituieren muss, geht zu Hakuin und bekommt von ihm ein Koan: “Wer ist die Person, die diese Arbeit macht?”. Nachdem sie sich ihrer größten Angst, der Furcht vor dem Gewitter und den Blitzen, bewusst aussetzt, erwacht sie zu einer neuen Sicht auf das Leben. Anhand dieser Geschichte spricht Christoph Rei Ho Hatlapa über unsere Versuche, aus eigener Kraft perfekt zu handeln und uns durchzusetzen. Aber, wenn wir es schaffen, Zugang zu den Kräften zu finden, die durch uns hindurch wirken, dann erscheint uns unsere Welt in einem ganz anderen Licht. Wir haben dann die Chance, aus dem “Großen heimatlosen Selbst” heraus, wie es im Zen heißt, zu leben und von der Ebene der Urteile und der Vergleiche zur Ebene der wirklichen Lebendigkeit zu wechseln. Um diesen Schritt machen zu können, müssen wir uns zunächst den eigenen Umständen und unseren tiefsten Ängsten stellen und uns der Botschaft hingeben, die vielleicht in ihnen verborgen liegt. Dann können wir uns, außerhalb unseres Erwartungshorizontes, für diejenigen Kräfte öffnen, die weit über uns hinausgehen.

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Z0143 Sich selbst erkennen und die menschliche Weiterentwicklung (Teisho vom 15.7.2021)

Anhand des Koans: “Ein Fehler beim Sprechen” aus dem Mumonkan (Fall Nr. 39) spricht Christoph Rei Ho Hatlapa über den Zusammenhang zwischen eigenem Glück und der menschlichen Weiterentwicklung hin zum Erwachen. Diese Entwicklung ist etwas völlig anderes als die zwanghafte Selbstoptimierung, die uns heute in vielfältiger Form gepredigt wird.
Den Zen-Weg zu gehen, bedeutet, nach Dogen, zunächst: Sich selbst zu erkennen. Dann, danach, können wir das Glück darin erleben, die größere Welt in einer Weise auf uns wirken zu lassen, dass wir in ihr gewissermaßen aufgehen und “uns selbst vergessen” wie Dogen sagt. Wir erfahren dann ein beglückendes Überschreiten der eigenen Begrenztheit. Und dann kann es auch geschehen, dass wir in eine neue Harmonie mit den Dingen und Wesen um uns herum kommen und uns “in allen Dingen” (Dogen) selber wieder-erkennen.

Film über Sebastião Salgado: Das Salz der Erde. Dokumentarfilm, Deutschland, Brasilien, 2014, 110 Min., Buch und Regie: Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado.
Florence Caplow, Susan Moon (Hrsg.): Das verborgene Licht. 100 Geschichten erwachter Frauen aus 2500 Jahren, betrachtet von (Zen-)Frauen heute. Edition Steinrich

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