Z0045 Die vier Ebenen des Mitgefühls

Anhand des Koans ‘Chōkei and Hofuku diskutieren die Worte Buddhas’ (Hekiganroku Fall 95) spricht Christoph Rei Ho Hatlapa über die vier Ebenen des Mitgefühls: metta, karuna, mudita und upeka; (in der Übersetzung von K. E. Neumann: Vier Unermeßlichkeiten; appamaññā). Diese vier zu kultivierende Geisteshaltungen anderen Wesen gegenüber bilden die nach Sicht des Buddha notwendigen Ergänzungen zu einer Achtsamkeit, die neuerdings gerne in isolierter Form angepriesen wird. Neben der Achtsamkeit, die uns mit dem verbindet, was wir im gegenwärtigen Moment gerade tun, geht es in der buddhistischen Praxis auch darum, tiefes Verstehen und Mitgefühl zu kultivieren. Gegenkräfte einer solchen – vollständigen – Kultivierung sind in erster Linie unsere Ängste und Befürchtungen; die auch von uns mitfühlend betrachtet werden wollen.
Die kontinuierliche Übung dieser angewandten Weisheit der Wesensgleichheit ergänzt und vervollständigt die Praxis der Achtsamkeit.

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Z0044 Über eine isolierten Achtsamkeit hinaus

Christoph Rei Ho Hatlapa spricht über unser Streben nach dem Angenehmen und unsere Selbst-Einschränkung dabei.
Als Buddhisten haben wir eine besondere Verantwortung dafür, mit der Wirklichkeit umzugehen. Worum es dabei geht, auch in unserem Zen-Training, ist: für das, was wirkt, offen zu sein. Dem steht aber allzuoft unser Faible für das bloß Angenehme im Wege. Wir benutzen dann Achtsamkeitstechniken, weil sie uns nützlich sind, ohne dabei gleichzeitig mitfühlend sein zu müssen. Eine isolierte, optimierungsorientierte Achtsamkeit hat aber kaum noch mit dem zu tun, was die Ursprünge der buddhistischen Lehre ausmacht. Mittels geübtem und praktiziertem Mitgefühl – auch Mitfreude – und mittels Gelassenheit können wir mit allen Aspekten und Motiven des Lebens Verbindung halten. Wir versuchen uns auf diese Weise dem vollen Spektrum der Aspekte des Lebens gegenüber offen zu halten.
Das nur Angenehme oder das anscheinend Unangenehme wird dabei im Sinne einer Vervollständigung der Wahrnehmung auf einer höheren Ebene integriert. Und diese Integration sollte sich dann auch in unserem Handeln zeigen.

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Z0043 Die Praxis der Meditation im Buddhismus und die Stufen der Versenkung

In diesem Vortrag vom Sesshin im Januar 2017 spricht Christoph Rei Ho Hatlapa über Techniken und Wirkungen der Meditation. Eine Praxis, mittels der wir, wie es inzwischen neurologisch nachweisbar ist, unseren Geist und unser Gehirn trainieren und unsere innere Freiheit erweitern können. Und – wenigstens partiell – über die Grenzen unseres eingeschränkt vorgestellten Ego-Selbsts hinauswachsen können. Anhand der acht bzw. neun Stufen der Versenkung (Jhana), die z.B. im Anupada Sutra dargestellt sind, werden die Entwicklungsschritte auf dem meditativen Weg dargestellt.

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Z0042 Joshus »Mu« und die Praxis der Zen-Meditation in der Rinzai-Tradition

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Z0041 Zentag am Niederrhein

Vortrag von Christoph Rei Ho Hatlapa anlässlich des Zentags am 20.11.2017.

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Z0040 Der sinnvolle Umgang mit inneren Barrieren

Anhand einer Geschichte aus dem Hekiganroku, Fall Nr. 56, “Ein Pfeil durchbricht die drei Barrieren”, spricht Christoph Rei Ho Hatlapa darüber, wie wir unsere inneren Barrieren sinnvoll bearbeiten können.
Die Barrieren, also Anhaftungen, die uns an der Manifestation unserer inhärenten Buddhanatur hindern, brauchen ein großes Wohlwollen von unserer Seite, um sinnvoll integriert werden zu können. Der Versuch, sie zu unterdrücken oder “abzuschneiden” führt in der Regel zu unangenehmen Nebenwirkungen. Wenn wir uns aber den lebensdienlichen Grundlagen unserer Barrieren zuwenden, können wir auch sehen, wo und wie sie sich wirklich befreien und integrieren lassen.

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Z0039 Erwachen zu unserer Buddhanatur

Im Shobogenzo (Kap. 21 bzw. 23) zitiert Dogen aus einer Lehrrede von Shakyamuni Buddha: “Alle fühlenden Wesen besitzen gänzlich die Buddhanatur.”
Christoph Rei Ho Hatlapa spricht in diesem Vortrag über unsere Möglichkeiten, dieser unsere inhärente Buddhanatur gewahr zu werden, dazu zu erwachen, und sie zu aktivieren.
In der Tradition des Rinzai-Zen sind die Hilfsmittel dazu: Zazen, Koan-Praxis und Samu.
Wir können dazu erwachen, aber wir können diese Buddhanatur nicht in Besitz nehmen; in gewisser Weise werden wir vielmehr von ihr in Besitz genommen. Dazu müssen wir die Grenzen unseres eigenen Urteilens hinter uns lassen und uns der Zusammenhänge gewahr werden, innerhalb derer wir uns bewegen. Im Kontakt mit unserer Buddhanatur können wir dann auch beginnen, wie es heißt, mit den Ohren Avalokiteshvaras zu hören und und uns zunehmend fragen, welche Konsequenzen unser Handeln in der Welt hat.

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Z0038 Welchen Geist wollen wir fördern?

In diesem Vortrag spricht Christoph Rei Ho Hatlapa, anhand des Falles Nr. 244 aus der Sammlung Kattoshu, “Der Geistesgrund enthält alle Samen”, über die Frage, wie wir unsere innere Souveränität in der Beziehung zu den Menschen und der Welt entwickeln können.

Was zur Existenz kommt, bleibt immer – keimhaft – erhalten und kann wiederbelebt werden. Die Frage ist jeweils: Welchen “Keimen”, welchen Handlungs- und Kommunikationsimpulsen geben wir unsere Energie? Und welche Art von Beziehung wünschen wir uns und wie fördern wir das?
Je nach dem, mit welcher inneren Haltung wir einem Menschen gegenübertreten, erzeugen wir eine entsprechende Resonanz im Gegenüber. Um diese innere Freiheit und Souveränität entwickeln zu können, hilft uns die regelmäßige Meditation.
Und wenn wir dann unheilsamen Glaubenssätzen keine Nahrung mehr geben, können wir sie auflösen und die Qualität unserer Begegnungen erhöhen. Wir können dann unserem Herzen folgen und die Fülle des kulturell zur Verfügung stehenden Wissens anwenden. Dann haben wir den allgegenwärtigen Achtsamkeitsräubern in unserer Umgebung etwas entgegenzusetzen. Wenn wir uns auf die grundlegende Grenzenlosigkeit (klassisch: “Leerheit”) beziehen, werden die Eindrücke der phänomenalen Welt für uns zurechtgerückt. Mit dem Bezug zum Formlosen führt selbst die Gegenwart des Todes zu einer Verwesentlichung unseres Lebens.

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Z0037 „Hilfsmittel auf dem Weg zum anderen Ufer“

Christoph Rei Ho Hatlapa spricht in diesem Zen-Vortrag über die Grundlagen der Übungspraxis, die uns dahin bringen kann, unsere Ursprüngliche Natur, also die Buddha-Natur, zu realisieren. Anhand eines Koans aus dem Kattoshu, in dem eine Begegnung einer Mutter mit dem als Fährmann lebenden Zen-Meister Yantou Quanhuo (jap. Gānto Zenkatsu, 828–887) geschildert wird, spricht Christoph Hatlapa über die Sechs Paramitas und die ‘Vier Analytischen Wissen’, die uns Orientierung bieten, um das sprichwörtliche “Andere Ufer”, also eine mitfühlende Gesellschaft und die Verwirklichung unserer Potentiale erreichen zu können.

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Z0036 „Der empfindliche Punkt unseres Mitgefühls“

Mit einem Zitat von Chögyam Trungpa beginnt Christoph Hatlapa diesen Vortrag über die Verbindung unserer Fähigkeit zum Mitgefühl mit unseren eigenen wunden Punkten.

Oft genug sind es unsere eigenen wunden Stellen, die uns ermöglichen, unser Mitgefühl wirklich anwenden zu können. Die Kegon-Philosophie des Mahayana-Buddhismus betont besonders die wechselseitige Verbundenheit aller Phänomene und Wesen. So heißt es im Avatamsaka Sutra: Die Buddhas erkennen mit ihrer Weisheit, daß der ganze Kosmos der Seienden ohne Ausnahme so wie das große „Netz im Indra-Palaste“ ist, so dass alle Seienden wie die Edelsteine an jedem Knoten des „Indra-Netzes“ untereinander unendlich und unerschöpflich ihre Bilder und die Bilder der Bilder und so fort in sich spiegeln. (Buch 28, „Das Buch von der Wunderbarkeit des Buddha“)

Die Wirklichkeit ist, dass der gesamte Rest des Universums, das heißt alle Erscheinungsformen, sich in uns widerspiegeln. Und es ist nur ein Trick unseres Verstandes, uns als getrennte Wesen begreifen zu wollen. Das gilt auch im global-politischen Maßstab, wenn wir Europäer etwa glauben möchten, wir können unseren Konsumismus getrennt vom Rest der Welt praktizieren. Und aus dem Dhammpada führt Christoph Hatlapa die Stelle an, wo gefragt wird: Auch du wirst einmal sterben, wie kannst du dann noch die Zeit mit Streiten verbringen?
Er erzählt dann von der Zeit des Sturzes des Pol-Pot Regimes in Kambodscha, als die Mönche dazu beitrugen, dass es nicht zu größeren Racheaktionen der gepeinigten Bevölkerungsteile kam.

Es geht eben darum, so betont er, dass wir einen Weg finden, wie wir gegenseitig einfühlsam mit unseren jeweiligen wunden Punkten umgehen können. Unsere eigenen wunden Punkte gehören zu unserer Natur, und mit ihnen aufmerksam umzugehen erlaubt uns dann auch, dass wir uns auch den wunden Punkten derjenigen zuzuwenden, die manchmal nur einen tragischen Ausdruck für die ihnen fehlende Aufmerksamkeit finden können.

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