Kategorie: Podcast

Z0121 Joshus drei entscheidende Worte (Teisho vom 5.12.2020)

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Z0119 Unser Umgang mit der Natur – Permakultur in der Zentradition, Teil 1 Teisho vom 13.3.2021 (Online Sesshin)

Im Shumon Kattoshu, Fall Nr. 210, wird eine Szene aus dem Gandhavyuha Sutra (“Eintritt in den Bereich der Wirktlichkeit”), einem Teil des Avatamsaka Sutra, verwendet, in der Manjusri seinen Schüler Sudhana über die möglichen Wirkungen eines Grashalms unterrichtet.

Fukuoka Masanobu (1913-2008), japanischer Mikrobiologe und später Landwirt, entwickelte eine Form der Landwirtschaft, die mit der Natur kooperiert, statt sie mit Hilfe von Chemie und Maschinen als Ressource auszunutzen. Die Art seiner Landwirtschaftsmethode bezeichnet er als Anwendung des taoistischen Wu-wei-Prinzips. Die Natur mit ihrer Fähigkeit sich selbst zu erhalten, gilt bei ihm als Vorbild für einen Umgang mit der Welt, der auf Zusammenarbeit statt auf (Aus-) Nutzung basiert. Fukuoka etablierte auf seinem Land ein ökologisches Gleichgewicht für den Schutz der Nutzpflanzen vor Schädlingen und für die Nährstoffanreicherung des Bodens. Seine Felder und Gärten sind reich an Tieren und Pflanzen und müssen weder gepflügt noch chemisch gedüngt werden. Mit Hilfe dieser Landwirtschaftsmethode ließe sich – laut der Aussage von Fukuoka – auf vergleichbar wenig Fläche bequem die Versorgung aller Menschen mit ausreichend Nahrung sicherstellen. Diese würde nicht nur satt machen, sondern zugleich als Medizin eine gute Gesundheit bewirken. Voraussetzung ist jedoch, dass sich die Menschen auf eine jahreszeitliche und regionale (sowie fleischarme) Kost einstellen, nicht immer mehr exotische Nahrung zu sich nehmen und diese zu Jahreszeiten verlangen, in denen deren Grundzutaten natürlicherweise nicht gedeihen. Seine Bücher sind Standardwerke der Permakultur. Das Buch: Masanobu Fukuoka. “The One-Straw Revolution: An Introduction to Natural Farming” von 1978, wurde 2009 in den USA und auf deutsch (Der Große Weg hat kein Tor. Pala-Verlag) 2013 neu aufgelegt.
Christoph Rei Ho Hatlapa weist anhand von Fukuokas Beispiel darauf hin, dass unser Umgang mit der Natur entweder zur gegenseitigen Ausnutzung und zum Untergang als auch – wie eine “Medizin” für uns und für die Natur selber – nachhaltig und heilsam wirken kann. Es kommt darauf an, wie wir mit dieser “Medizin” – mit der Natur im Kleinen und im Großen – umgehen.
Im Tempelmanifest der Choka Sangha wurde festgehalten, dass unsere Praxis und Übung in den jahrhundertealten Wurzeln der Tradition des Zen-Buddhismus und in der Ökologie gründet, speziell in der Permakultur mit ihren ethischen Prinzipien “Sorge für die Erde, Sorge für die Menschen und Wachstumsrücknahme und faires Teilen der Ressourcen”.
Für die Verwirklichung dieser ethischen Prinzipien brauchen wir aber auch die Übung eines heilsamen sozialen Miteinanders, in dem Konflikte nach Möglichkeit in WIN-WIN-Lösungen umgewandelt werden können.
Masanobu Fukuoka selber fand erst nach einer tiefgreifenden Lebenskrise zu seinem unkonventionellen und nachhaltigen Ansatz des Umgangs mit der Natur. Auch für uns geht es heute darum, einen nachhaltigen und sozial verträglichen Umgang mit der Natur zu entwickeln; dabei geht es, wie Fukuoka betont, sowohl um eine naturgemäße Wirtschaft und Landwirtschaft als auch um die Förderung und Vervollkommnung von Menschen.

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Z0118 Die vier Tore von Joshu (Teisho vom 4.12.2020)

Im Koan Nr. 9 des Hekiganroku wird von der Frage eines Mönches an den Meister Joshu berichtet: «Was ist Joshu?» – Joshu, so hieß die Stadt, nach der Meister Joshu benannt wurde. Die Antwort des Zenmeisters: «Das Osttor, das Westtor, das Nordtor, das Südtor», lässt den Mönch, der wissen wollte was der Meister zu bieten hätte, außen vor. Denn der Mönch bleibt in der Position des gegenüber stehenden Frage- und Bittstellers. Er möchte etwas von Joshu wissen und erhalten, kann aber nicht eindringen. Joshu zeigt sich – wie die Stadt, nach der er benannt wurde – als in alle Richtungen offen, bleibt aber unverfügbar, wenn er als Gegenüber und als Ressource angesehen wird. Joshu macht klar: Nur durch die eigene Übung – nicht durch eine äußere Ressource – können wir uns mit der Kraft der ’Unbegrenztheit’ aufladen und unsere innere Reichweite steigern. Nur dann werden unsere Knochen zu «Buddhas Knochen» … – wenn wir es denn verwirklichen.
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Z0117 Joshus Steinbrücke (Teisho vom 3.12.2020)

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Z0116 Veränderung und Loslassen (Teisho vom 2.12.2020)

Nach einer Baum-Meditation (aktive Imagination) spricht Christoph Rei Ho Hatlapa über Joshus Koan ’Lass es los!’.

Ein Mönch, der wirklich vollständiges Loslassen erlangt hat und von der ’Leere’, von der ’Unbegrenztheit’, zutiefst berührt ist, kommt zu Meister Joshu und fragt um Rat, was er jetzt, nach dem vollständigen Loslassen, tun soll. Joshu macht dem Mönch klar, dass er jetzt, nachdem er alles losgelassen hat, an der ’Leere’, bzw. an der ’Unbegrenztheit’ festhält.
Aber auch, wenn wir noch an den menschlich-allzumenschlichen Anhänglichkeiten festhalten, werden wir gelegentlich vom Leben aufgefordert, loszulassen und Raum zu schaffen für Neues. In solchen Prozessen kann uns die Zenpraxis unterstützen, die nötige innere Arbeit zu leisten um auch die uns so liebgewordenen «Vertrautheits-Anker» schließlich loszulassen zu können.

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Z0115 Jenseits der Gegensätze «Der höchste Weg ist gar nicht schwer»(Teisho vom 1.12.2020)

Meister Joshu, chin.: Zhaozhou Congshen, lebte von 778-897, d.h. immerhin 120 Jahre. Schon mit 17 Jahren hatte er eine starke innere Erfahrung von ’shuyata’, also ’Leerheit’. Diese Erfahrung der ’Leerheit’, oder besser: ’Unbegrenztheit’ geht oft einher mit einem starken Eindruck der Wesensgleichheit. D.h. die Grenzen zwischen dem Alltags-Ich und der sogenannten «Um-» Welt verschwinden.
Diese ’Leerheit’ oder ’Unbegrenztheit’ wird in der Zentradition differenziert dargestellt als 1.: Spiegelgleiche Weisheit, 2.: Weisheit des vollständigen Handelns, 3.: Die Weisheit der Wesensgleichheit und 4.: Die Weisheit der Beobachtung.
Joshu wurde zum Schüler von Meister Nansen, chin.: Nanquan Puyuan (749-835), und wanderte nach dessen Tod, er selber war zu diesem Zeitpunkt schon 60 Jahre alt, durch ganz China um andere Lehrer zu besuchen.

Im Koan Nr. 2 des Hekiganroku und im Lehrgedicht Xinxinming (jap. Shinjinmei) von Seng-ts’an (jap. Sosan; † 606), dem dritten Patriarchen wird die Überwindung der – anscheinenden – Gegensätze in der begrenzten Weltsicht thematisiert. Diese Schrift ist ein Appell, aus der dualistischen Interpretation der Wirklichkeit auszusteigen.

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Z0114 Die Illusion der getrennten Einzelexistenz überwinden (Teisho vom 17.1.2021)

Im Hekiganroku Fall Nr. 100, Haryô und das “schärfste Schwert”, heißt es: Ein Mönch fragte Haryô: “Was hat es mit dem Schwert auf sich, gegen das ein Haar geblasen wird?” Haryô sagte: “Jeder Korallenast umarmt den strahlenden Mond.”

Als “das erste Prinzip” wird in der Zentradition die Notwendigkeit verstanden, dass jeder Übende seine eigenen Erfahrungen machen muss. Erlebnisse und Erfahrungen aus zweiter Hand zu diskutieren wird im Zen vehement abgelehnt. Genauso gilt das Ventilieren der eigenen Erfahrungen nicht als hilfreich. Insofern stellt Meister Engo die Frage an seine Mönche, ob seine vielen Vorträge ihnen nicht geschadet hätten. Und er behauptet schlechterdings, dass es von Anfang an kein Geheimnis und nichts zu sagen gegeben hätte. Tatsächlich können nach dem Verständnis des Zen die Vorträge und Hinweise der Meister nur Anregungen sein, die den Selbsterfahrungsprozess stimulieren sollen.
Das Schwert gilt hier als Metapher für diejenige Form von unterscheidender Weisheit, die alle Illusionen abschneidet. Besonders geht es auch darum, aus der Illusion der Getrenntheit heraus zu kommen, in die wir durch unsere Identitätskonzepte verwickelt sind. Die Weisheit, um die es hier geht, macht eine Unterscheidung INNERHALB der Einheit möglich.
Die Korallen, die es fertig bringen, ihre Vermehrungszyklen mit Hilfe der Mondphasen zu synchronisieren, zeigen eine “Intelligenz”, die wir für uns als Menschheit wohl erst noch erarbeiten müssen. Wenn wir uns die “Intelligenz” dieser Korallen zum Vorbild nehmen, dann könnten wir IN diesem großen Kosmos zur Erkenntnis kommen und damit dem Kosmos selbst zum Erwachen verhelfen. In diesem Sinne vertritt auch der Sinologe David Hinton die These: In der chinesischen Zen-Poesie und der Dichtung der Zen-Meister und Zen-Künstler wird der Kosmos seiner selbst bewusst. Dieser Prozess der integrativen Bewusstwerdung kann durch die Mittel der Sprache aber gerade dort erreicht werden, wo sie sich – wie in der Poesie – auf ein Minimum reduziert und sich in die Stille hinein öffnet. Damit kann die Poesie ein Mittel sein, um das allzu verengte Identitätsbewusstsein zu erweitern und gewissermaßen mit dem größeren Kosmos in ein Gespräch zu kommen. Um diese Öffnung geht es genauso auf dem Weg der spirituellen Praxis des Zen. Die Stille, in die wir in der Zenpraxis gehen, führt uns in den nichtsprachlichen Erfahrungsraum. Damit wird es uns möglich, unseren Standort im Universum – unabhängig von den kulturell geprägten Identitätsschemata – neu zu bestimmen. Dann werden wir fähig, im “homeless home and selfless self”, wie Soen Nakagawa es ausdrückte, zur Subjektivität des Kosmos zu erwachen. Diese größere Subjektivität geht weit über die selbstbezogene Achtsamkeit und auf Durchsetzung bedachte Präsenz hinaus. In der wirklichen Präsenz – jenseits der beschränkten Eigeninteressen – werden wir durchlässig für die Resonanzkräfte des Universums. In dem Maße, in dem uns das gelingt, können wir dann auch in eine heilsame Mitschöpfer-Rolle gegenüber dem großen Universum kommen. Und dann können wir als verantwortliche Gärtner in der Biosphäre das schöpferische Moment weiter voranbringen.

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Z0113 Das allmähliche und das plötzliche Erwachen (Teisho vom 16.1.2021)

Die Zen-Tradition berichtet von einer Auseinandersetzung zwischen der nördlichen und der südlichen Schule des Zen in China: Die nördliche Schule vertrat die Lehre von der allmählichen Reifung und Entwicklung, während die südliche Schule nach dem plötzlichen Erwachen strebte.

Eine plötzliche existentielle Erschütterung kann unter Umständen zu einer Art von Erwachen führen, einem inneren Umschlagen der Sicht der Welt, das zu einer ganz anderen und realeren Auffassung des Lebens führt. Aber auch ein solcher radikaler Paradigmenwechsel in der persönlichen Erfahrung braucht danach einen Integrations- und Reifungsprozess, wie Christoph Rei Ho Hatlapa am Beispiel der Lebensgeschichte von Reiko Mukai, genannt Kosan, erläutert.
Der – irrtümlichen – Auffassung, dass mit einem existentiellen Erwachen schon alles erreicht wäre, widersprach der Zenmeister Oi Saidan Roshi, obwohl er Reiko Mukais “Erwachen” anerkannte. Denn auch nach einem tiefen Erwachen liegt der lange Weg der Integration und Reifung noch vor uns. Das Erwachen, selbst ein tiefes Erwachen mit einer echten Einsicht in die Wesensgleichheit, braucht danach immer noch die Integration mit dem Leben im Alltag und die Bewährung in der Praxis des realen Lebens.
Aber auch ohne ein initiales existentielles Erlebnis kann eine gut angeleitete Schulung zu einem fortschreitenden Prozess des Erwachens führen. Beide Wege, die sogenannte “plötzliche Erleuchtung” und die langsame Reifung können sich tatsächlich gegenseitig ergänzen.
Diese Integration und Reifung wird in der zenbuddhistischen Tradition, hier vom Meister Fuketsu vertreten, als das Dharmasiegel des Buddha und der Patriarchen bezeichnet. Wer diesen Weg gegangen ist und diese Integration geleistet hat, der kann mit den drei Daseinsmerkmalen des Lebens schöpferisch und aktiv umgehen. Diese drei Daseinsmerkmale sind, laut buddhistischer Lehre: 1.: Die Nicht-Substantialität des Ich (anatta), 2.: die Vergänglichkeit und Flüchtigkeit aller Erscheinungen (anicca) und 3.: Das Verlöschen aller Konzepte im Erwachen (nirvana).
In dem Maße, in dem wir mit diesen Daseinsmerkmalen – nicht nur als gedanklich wiedergekäute Theorien, sondern als selbst erfahrene Einsichten – im realen Leben präsent und schöpferisch umgehen können, in dem Maße kann man dann wirklich von Erwachen sprechen.
Gerade die selbst erfahrene Einsicht in die Natur der Vergänglichkeit aller Erscheinungen, bis hin zu den Beziehungen der Menschen untereinander, kann uns dann öffnen für die Einzigartigkeit und die volle Intensität jeden Augenblicks. Wir werden dann sorgfältiger im Umgang untereinander und mit der Mitwelt und bleiben auch dann hellwach, wenn wir durch unangenehme Erlebnisse hindurchgehen. Und in dem Maße, in dem wir wissen – durch eigene Einsicht – was mit Nicht-Ich (anicca) gemeint ist, können wir auch die eigene Vergänglichkeit bis hin zum eigenen biologischen Tod annehmen. Wir wissen dann, dass das Große Leben, aus dem wir alle hervorgegangen sind, weitergeht. Und wir können darauf vertrauen, dass wir in diesem über uns hinausreichenden größeren Zusammenhang aufgehoben bleiben; auch wenn das, was wir heute für unser “Ich” halten, sich in seine Bestandteile aufgelöst hat. Wie in unserer buddhistischen Tradition immer wieder aus dem Herz-Sutra, dem Hannya-Shingyo, rezitiert wird: Nichtbegrenztheit (Leerheit, shunyata) ist identisch mit den Formen, die Formen sind identisch mit der Nicht-Begrenztheit, der Leerheit. Damit wir diese Identität von Großem Leben und unserem begrenzten eigenen Leben, diese Identität von Form und Leerheit, im realen Leben umsetzen können, brauchen wir die Übungspraxis. Auf diesem Weg der Integration können wir in zunehmendem Maße mit dem ständig neue Formen gebärenden Gewebe des Großen Lebens in Einklang kommen.

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Z0112 Medizin und Krankheit heilen sich gegenseitig (Teisho vom 27.11.2020)

Wir sind gleichzeitig Kinder der Erde und Kinder der Grenzenlosigkeit. “Grenzenlosigkeit” im Sinne des Hannya Shingyo: “Grenzenlosigkeit ist nicht verschieden von Form und Form ist nicht verschieden von Grenzenlosigkeit”. (’Shunyata’, sinojap.: ’ku’, wird hier nach Kazuaki Tanahashi als ’Unboundedness’, also als ’Unbegrenztheit’ verstanden; im Sinne der Eigenschaften aller Daseinselemente, die buddhistisch als ohne Eigensubstanz und als untrennbar miteinander verwoben erkannt werden.) Im Herz-Geist, in Bodhicitta, im Erleuchtungsgeist, kann unser Geist zur Verbundenheit mit den Mitmenschen und der Mitwelt erwachen.

Eine gelungene Verbindung beschreibt der Soziologe Hartmut Rosa mit der Metapher ’Resonanz’. Zu dieser Resonanz gehört:
Wir werden wirklich berührt und ergriffen.
Wir erleben uns als selbstwirksam. Im Daoismus wird von Wu wei gesprochen, vom absichtslosen Handeln in Übereinstimmung mit der Mitwelt.
Im Wechselspiel von Berührt-werden und Antworten verwandeln wir uns selbst.
Die Resonanzbeziehung ist grundsätzlich ’unverfügbar’; Resonanz ist keine Ressource, auf die wir beliebig zugreifen können und sie bleibt unserer Kontrolle existentiell entzogen.
In einer solchen Resonanz können wir – nach Umon – gar nicht anders als ’Medizin’ zu erwecken. Und wenn wir die ’Medizin’ im Sinne Umons erweckt haben, können wir nicht anders, als uns mitfühlend und hilfreich zu verhalten.
Und Umon fragt dann: Wo findest du dich selbst? Das heißt: Wo bist du selbst in diesem Prozess des durch Resonanz geleiteten Eingreifens in die Welt?

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Z0111 Zufluchtnahme-Zeremonie (Teisho vom 11.10.2020)

1.Nicht töten und Leben erhalten. – Es geht darum, das Leben zu fördern (“Bring up all beings!” – Oi Saidan Roshi)
2. Nichts nehmen, was nicht gegeben ist. Großzügigkeit üben. – Weil das Leben eine großzügige Veranstaltung ist!
3. Kein sexuelles Fehlverhalten.
4. Wahrhaftigkeit praktizieren. Anderen und sich selbst gegenüber.
5. Den Geist nicht trüben und Klarheit bewahren. – Besonders auch in Bezug auf die zunehmende Abhängigkeit von Social Media.

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